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Absenken und Entbindung

 
Während der Kopf Ihres Babys tiefer ins Becken gedrückt wird, werden Sie mehr und mehr Druck in Ihrem Rektum verspüren und unter Umständen Schmerzen empfinden, die aufgrund des Drucks auf die Nerven in Ihrer Kreuzbeinregion in Ihre Beine ausstrahlen. Diese Phase kann extrem schmerzhaft sein, da der Anus anschwillt und die Vagina, sowie das Perineum durch den herauskommenden Kopf gedehnt sind. Auf dem Höhepunkt einer Wehe wird die Spitze des Babykopfes sichtbar werden, diese wird jedoch anfangs zurück in den Geburtskanal rutschen, wenn Sie nicht pressen. Nach und nach wird der Kopf in Position bleiben und anfangen weiter herauszukommen. Es kommt häufig vor, dass Sie ein Gefühl starken Stechens oder Brennens bekommen, weil die Vagina bis ans Limit gedehnt ist, wenn der Kopf kurz davor steht herauszukommen.  Jetzt ist es sehr wichtig, dass Sie den Anweisungen  Ihrer Hebamme folgen, insbesondere wenn Sie Ihnen sagt, dass Sie aufhören sollen zu pressen und stattdessen zu hecheln. Dies hilft zu vermeiden, dass der Kopf plötzlich herauskommt, was gefährlich für das Baby ist und dazu führen kann, dass Ihre Vagina oder Ihr Dammgewebe reißt.
 
Sobald der Kopf anfängt herauszukommen, braucht es für gewöhnlich nur einige Kontraktionen um entbunden zu werden. Ihre Krankenschwester oder Ihr Arzt wird beurteilen, ob Sie eine Episiotomie brauchen oder ob der Kopf ohne diese Maßnahme sicher entbunden werden kann. Während der Kontraktionen wird Ihre Hebamme gegen das Perineum drücken, um es noch dünner zu machen und zu vermeiden, dass der Babykopf herausplatzt und Ihr Gewebe zerreißt. Sobald der Kopf entbunden ist, wird der Arzt oder die Hebamme ihn stützen und um den Hals herumfühlen, um sicher zu gehen, dass die Nabelschnur nicht um diesen herumgewickelt ist. Sollte dies der Fall sein, so wird die Schnur sanft über den Kopf des Babys geschlungen und gleichzeitig wird man Nase und Mund von Blut und Schleim befreien.
 
Bei der nächsten Wehe wird die erste oder obere Schulter entbunden, häufig dadurch unterstützt, dass die Hebamme einen sanften Zug auf die Seiten des Babykopfes ausübt. Während die erste Schulter unter dem Schambein herausgleitet, wird die Hebamme den Kopf und die Schultern des Babys sanft nach oben ziehen und hierdurch ermöglichen, dass die zweite oder nachkommende Schulter mehr Platz hat um durch die nächsten Wehen hervorzukommen. Sobald beide Schultern entbunden sind, wird der Rest des Babys buchstäblich herausrutschen – gefolgt von einem weiteren Schwall Fruchtwasser, der sich hinter den Schulten befand. Der Arzt oder die Krankenschwester werden da sein, um dieses glitschige Bündel, das mit Blut, Flüssigkeit und Fruchtschmiere bedeckt ist, aufzufangen. Sie werden das Baby, mit Handtüchern bedeckt oder eingewickelt um ein Auskühlen zu vermeiden, auf Ihren Bauch oder in Ihren Schoß legen. Wenn Sie vorhaben, Ihr Kind zu stillen, sollten Sie Ihr Baby eventuell gleich an Ihre Brust führen.
 
 
Der Entbindungsvorgang in Kürze:

  1. Sobald der Kopf anfängt herauszukommen, braucht es normalerweise nur ein paar Kontraktionen bis zu Entbindung. Die meisten Babys sind in einer anterioren Position, sodass der Kopf mit der Nase nach unten zeigend herauskommen wird.
  2. Sobald der Kopf des Babys vom Perineum befreit ist, wird sich der Hals strecken und das Baby wird sich automatisch nach links oder rechts drehen, sodass sich die Schultern in der bestmöglichen Position für eine problemlose Entbindung befinden.
  3. Die erste (vordere) Schulter wird unter dem Schambein hindurchrutschen, gefolgt von der hinteren Schulter. Der Rest des Körpers kommt heraus und das Baby wird für gewöhnlich auf den Bauch der Mutter gelegt.
 
 
 

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