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Dammriss

 
Der Begriff Dammriss beschreibt das Einreißen des Bereichs zwischen Vagina und Rektum (Damm), welcher bei der Geburt durch eine Überdehnung der Vagina erfolgen kann. Dammrisse, oder auch andere Risse, beispielsweise im oberen Bereich der Vagina, sind häufiger bei Erstgebärenden, und können von kleinen Kerben und Abschürfungen bis hin zu tiefen Risswunden reichen, welche sogar die Muskeln im Beckenboden betreffen können.
 
Sollten Sie einen tieferen Dammriss erleiden, wird dieser nach der Geburt umgehend versorgt und eventuell mit einem lokalen Betäubungsmittel behandelt sowie anschließend genäht werden. Im Anschluss empfiehlt es sich den Damm mit Eisbeuteln zu kühlen. Falls Sie Schmerzen verspüren, scheuen Sie sich nicht nach einem Schmerzmittel zu fragen. Was es ansonsten für eine reibungslose Heilung des Dammrisses zu beachten gibt (Sex, Sport, Abführmittel etc.) erfahren Sie von Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrer Hebamme!
 
 
Es gibt vier Grade von Dammrissen:

  1. Ersten Grades – diese sind geringfügige Risse der Vaginalhaut um den Eingangsbereich der Vagina herum. Die meisten verheilen ohne Nähte gut.
  2. Zweiten Grades – die hintere Wand der Vagina und Perinealmuskeln sind gerissen, aber die analen Schließmuskeln sind intakt. Es werden zumeist mehrere Nähte gebraucht um die Anatomie der Muskeln und oberflächliches Gewebe wiederherzustellen.
  3. Dritten Grades – die analen Schließmuskeln sind gerissen, aber die Schleimhaut des Rektums ist intakt. Diese Risse benötigen eine vorsichtige Reparatur, um sicherzugehen, dass die Schichten wieder angeordnet werden.
  4. Vierten Grades - die analen Schließmuskeln sind zu solch einem Grad gerissen, dass die rektale Schleimhaut offen ist. Beachtliches Können ist nötig um einen Riss vierten Grades zu reparieren, denn es ist essentiell, dass die Spitze des Risses abgesichert ist um die Bildung einer vordervaginalen Fistel (eine bleibende Öffnung zwischen Vagina und Rektum) zu vermeiden. Diese Risse sind nicht weit verbreitet, sie kommen lediglich bei einem Prozent der Geburten vor. Sie folgen für gewöhnlich auf die Entbindung eines erstgeborenen Kindes durch Saugglocke oder Babyzange, anhaltende occipito-posteriore Kindslage oder der Entbindung eines mehr als vier Kilo schweren Babys.
 


 

Babyburg.de empfiehlt:

Um Dammrisse zu vermeiden, sollten sie frühzeitig (ab dem 3. Trimester) mit einer regelmäßigen Damm-Massage Ihren Damm massieren und hiermit auf die bevorstehende Dehnung vorbereiten. Hierfür empfehlen sich naturbelassene Öle wie z.b. Distelöl,  Olivenöl, Mandelöl, Weizenkeimöl, Jojobaöl oder Sonnenblumenöl. Auch spezielle Dammöle sind im Handel erhältlich. Befragen Sie hierzu einfach Ihre Hebamme!


 
 
 
 
 

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