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Aktive Phase

 
 
Man sagt, dass die aktive Phase begonnen hat, wenn sich der Muttermund bis zu 3cm geöffnet hat und die Kontraktionen der Gebärmutter regelmäßiger und rhythmischer werden. Ihre Hebamme wird, primär basierend auf den Gebärmutterkontraktionen anstatt der Tatsache was in ihrem Muttermund passiert, beurteilen ob sie die aktive Phase erreicht haben. Wenn die erste Stufe in die aktive Phase voran schreitet, werden die Kontraktionen um die Mitte ihres Magens spürbarer. Sie werden außerdem von einem Härten und Straffen der Gebärmuttermuskeln begleitet, die sie auch mit der Hand fühlen können. Gebärmutterkontraktionen sind schmerzhaft, weil die Gebärmutter ein massiv-muskulöses Organ ist und eine enorme Menge an Energie benötigt um effizient arbeiten zu können. Während Kontraktionen werden die Adern in der Gebärmutterwand gedrückt und der Muskel erleidet einen Mangel an Sauerstoff, was zu einer Absonderung schmerzhafter chemischer Substanzen führt. In der Erholungsphase zwischen den Kontraktionen werden diese hinfort gespült.
 
Die andere Sache die sie über Kontraktionen bedenken sollten ist, dass die Sauerstoffzufuhr zu ihrem Baby reduziert ist, weil die Adern in der Gebärmutter, die die Plazenta versorgen, auch gedrückt werden. Als Resultat kann die Herzfrequenz ihres Babys am Höhepunkt einer Kontraktion niedriger werden. Dies wird mit dem Voranschreiten ihrer Wehen vorsichtig überwacht, um sicherzugehen dass ihr Baby nicht zu erschöpft ist oder in Not gerät.
 
 
Wechselhafte Kontraktionen:
 
Wenn sie die aktive Phase der Wehen erreichen, wenn sich ihre Kontraktionen grundlegend verändern. Sie werden zunächst stärker und schmerzhafter werden. Danach werden sie, anstatt sich auf den unteren Teil der Gebärmutter zu konzentrieren, nun plötzlich oben anfangen und sich nach unten durch die gesamte Gebärmutter ausbreiten. Dies stellt sicher, dass der Kopf ihres Babys (oder anderer Körperteile) gegen den Muttermund gedrückt werden, weil die Priorität nun darin besteht, den Muttermund auf 10cm zu öffnen. Die Kontraktionen werden alle 10 bis 15 Minuten erscheinen, dann alle 5 Minuten und dann alle 2 Minuten. Die berechnet sich jeweils von dem Beginn einer Kontraktion an bis zum Beginn der nächsten.
 
Am Ende der aktiven Phase wird jede Kontraktion ungefähr 60 bis 90 Sekunden andauern. Es besteht also wenig Zeit zum Ausruhen. Wenn die Kontraktionen stärker werden werden sie sich wahrscheinlich fühlen als wenn man sie am Unterbauch mit einem straffen Band fest umwickelt hat, weil die Gebärmuttermuskeln sich nun verhärten und sich straff zusammenziehen. Während jeder Kontraktion werden die Schmerzen für gewöhnlich langsam anfangen, zu einem Höhepunkt gelangen, der ungefähr 30 Sekunden dauert, und dann abklingen.
 
Bei einer Öffnung von 4-9cm geht der Muttermund für gewöhnlich durch die meist rasanteste Phase einer Öffnung, nach der manchmal eine Abbremsung oder Verlangsamung der weiteren Öffnung erfolgt. Dies liegt darin, weil eine Öffnung des Muttermundes nicht die einzige Ursache im Prozess der Wehen darstellt. Es ist auch wichtig für den Kopf des Babys und seine Schultern, dass diese sich tief in die Beckenhöhle absenken bevor die zweite Stufe der Wehen beginnt.
 
Die gesamte Länge der aktiven Phase in der ersten Stufe variiert stark, weil sie von verschiedenen Faktoren bestimmt wird, wie z.b. ob es sich um ihr erstes Baby handelt oder nicht. Wenn dies ihre erste Schwangerschaft ist, ist es wahrscheinlich, dass sie sich um ungefähr 1cm pro Stunde öffnen, wohingegen eine schnellere Öffnung erfolgen kann wenn sie bereits ein oder mehrere Babys bekommen haben.
 
 
Reißen der Membrane:
 
In 15 Prozent der Schwangerschaften reißen die Membrane spontan bevor die Wehen beginnen und in der Mehrzahl der Fälle folgen Kontraktionen und eine fortschreitende Öffnung des Muttermundes innerhalb von 24 stunden nach. Dies bedeutet das bei 85 % der Schwangerschaften das Fruchtwasser noch intakt ist wenn die Wehen einsetzen. In den meisten Fällen werden die Membrane spontan reißen wenn die Wehen einsetzen Für gewöhnlich wird das Baby in sehr schnellen oder übereilten wehen entbunden, während es noch von der Fruchtblase umgeben ist. Einige Geburtshilfeeinrichtungen haben eine bestimmte Verfahrensweise für das künstliches Reißen der Membrane sobald sich starke Kontraktionen gefestigt haben und die Öffnung des Muttermundes 4-5cm erreicht hat. Dies geschieht aus dem einfachen Grund das eine Aminotomie, oder das künstliche Reißen der Membrane, die Freigabe von Prostaglandin verursacht, welches dabei behilflich ist die Gebärmutterkontraktionen zu beschleunigen. Es beseitigt zudem das wässrige Polster, das den Kopf des Babys umgibt, was bedeutet, dass effektiv mehr Druck auf dem  Muttermund liegt was ein Fortschreiten der Wehen begünstigt. Wenn das Einsetzen ihrer Wehen normal voranschreiten besteht jedoch keine Notwendigkeit für ein künstlich erzeugtes Reißen der Membrane sofern sie von sich aus keinen Eingriff wünschen.
 
Wenn ihre Wehen eingeleitet wurden oder verstärkt werden müssen weil der Fortschritt sehr langsam ist, wird ihnen möglicherweise geraten ein künstliches Reißen der Membrane vornehmen zu lassen. Zum Einen hilft es dem Fortschritt der Wehen und zum Anderen weil die Wehen die nicht komplett überschaubar sind sowieso gut überwacht werden müssen, damit man sichergehen kann dass das Baby sich in keiner Notlage befindet. Wenn der Wehenschreiber irgendwelche beunruhigenden Anzeichen liefert, wird ihre Hebamme wahrscheinlich vorschlagen, dass sie die Fruchtblase zum Platzen bringt um einen Clip an den Kopf ihres Babys zu befestigen, damit er elektronisch überwacht werden kann. Sie wird weiterhin auch das Fruchtwasser überprüfen und sichergehen dass keine Verfärbungen von Mekonium vorhanden sind. Dies wäre ein Anzeichen dafür, dass das Baby sich in einer Notlage befindet.
 
Das künstliches Reißen der Membrane ist ein schmerzlose Vorgang wenn der Muttermund schon teilweise geöffnet ist. Es gibt einige wenige Situationen in denen ein künstliches Reißen der  Membrane nicht angeraten wird: zum Beispiel wenn ihre Wehen schon frühzeitig einsetzen. In solchen Fällen ist es am besten das Fruchtwasser so lange wie möglich intakt zu lassen, weil dieses das anfälligere, frühzeitigere Baby während der Wehen und der Entbindung beschützen oder polstern.
 
 

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