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Probleme und Komplikationen

 

Folgende (seltene) Komplikationen können während der Nachgeburtsphase eintreten:

  • Retinierte Plazenta: Man spricht von einer retinierten Plazenta, wenn diese länger als eine Stunde nach der Entbindung des Babys im Uterus verbleibt. Ungefähr ein Prozent der Entbindungen sind hiervon betroffen und die Wahrscheinlichkeit hierfür ist nach bei besonders verfrühten Geburten höher, da die Nabelschnur dann dünner ist und leichter reißt wenn sie gedehnt wird. Da eine retinierte Plazenta fast immer mit einer postpartalen Hämorrhagie in Verbindung gebracht wird, muss schnell gehandelt werden um sie zu entfernen. Dies wird normalerweise im OP getan.
  • Primäre postpartale Hämorrhagie (PPH) wird definiert als ein Verlust von mindestens 500ml Blut aus dem Uterus oder der Vagina innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Entbindung des Babys. Etwa sechs Prozent der Entbindungen im Vereinigten Königreich werden durch eine PPH verkompliziert, aber es ist wahrscheinlicher, dass diese auf einen verlängerten Geburtsprozess oder eine Geburt durch Geburtszange, Vakuumglocke oder Kaiserschnitt folgt. Die Häufigkeit des Auftretens ist in den letzten 50 Jahren gesunken, da man sich heute den Auslösern, sowie entweder vorbeugenden Maßnahmen oder schnellen Behandlungsmethoden besser bewusst ist. Aktives Mangement der Nachgeburtsphase ist wahrscheinlich das wichtigste präventive Mittel, das für den Rückgang verantwortlich ist, aber auch antenatale Diagnosen von Placenta praevia, verbesserte anästhetische Techniken und die Einsicht, dass verlängerte oder komplizierte Geburten das Auftreten von PPH wahrscheinlicher machen, haben dazu beigetragen. Wenn eine ernste PPH auftritt, ist die Zahl der Todesfällen von Müttern durch rigorose Kreissaal-Protokolle, die Einschaltung von leitenden Geburtshelfern und Anästhesisten, Verbesserungen in der Intensivmedizin, sofort verfügbare Bluttransfusionen, bessere Antibiotika und eine starke Verringerung der Zahl der Frauen, die während der Schwangerschaft an ernster Blutarmut leiden, deutlich reduziert worden.
  • Sekundäre postpartale Hämorrhagie wird definiert als jeglicher plötzlicher Blutverlust aus dem Uterus oder der Vagina, unabhängig von der Blutmenge, zwischen 24 Stunden bis sechs Wochen nach der Entbindung. Sekundäre postpartale Hämorrhagie tritt in einer von 50-200 Geburten auf und wird normalerweise durch im Uterus zurückgebliebene Teile der Plazenta oder Membrane verursacht. Diese entzünden sich häufig, wenn sie in der Gebährmutterhöhle zurückbleiben und wenn die Entzündung, die die Infektion begleitet, noch weiter zur Blutung beiträgt. In der Regel klagt die Mutter über Unwohlsein, mit Schmerzen und Druckempfindlichkeit im Unterleib und hat erhöhte Temperatur, sowie einen übel riechenden vaginalen Ausfluss. Dieses Problem muss schnell erkannt und mit Antibiotika behandelt werden. In der Regel ist die Entfernung des zurückgebliebenen Gewebes unter Vollnarkose nötig, um die meisten sekundären postpartalen Hämorrhagien zu behandeln.
 

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