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Fötale Untersuchungs- und Beobachtungsgeräte


Die einfachste Methode den Fötus während der Wehen und der Entbindung zu beobachten ist mit einem Stethoskop, welches auf den Bauch der Mutter gelegt wird. Dieses kurze, handliche, trompetengeformte Metallinstrument stellte lange Zeit die einzige Möglichkeit dar den Herzschlag des Babys hören zu können. Alternativ kann bei regelmäßigen Intervallen eine in der Hand gehaltene, batteriebetriebene Doppler-Ultraschall-Maschine benutzt werden.

Die elektronische fötale Beobachtung misst die Herzfrequenz ihres Babys kontinuierlich und veranschaulicht die Häufigkeit und Stärke der Gebärmutterwehen als Informationen ausgedruckt auf einem Papier oder einer Ablaufverfolgung. Dieses Gerät wird Kardiotokograph oder auch Wehenschreiben genannt. Ein gesundes Baby weist dabei eine aufzeichnende Linie der Herzfrequenz von 120-160 Schlägen pro Minute auf, welche sich kontinuierlich alle 5 bis 15 Schläge verändert. Dies wird als „gute Schwankung“ bezeichnet. Sollten sich keine Schwankungen der Herzfrequenz ergeben wird die Geburtshelferin in Alarmbereitschaft sein, dass das Baby möglicherweise nicht gut mit dem Ablauf der Geburt umgeht. Auch eine niedrige Linie der Herzfrequenz von 100 Schlägen oder weniger pro Minute, sowie eine hohe Herzfrequenz von 180 Schlägen pro Minute sind Hinweise auf einen möglichen Notfall. Die nützlichsten Informationen die der Wehenschreiber liefert ist, wie die Herzfrequenz ihres Babys auf den Stress der kontraktierenden Gebärmutter reagiert.

Denkbar sind zwei Arten fötaler Untersuchung: die externe und die interne. Die externe fötale  Untersuchung ist nicht-invasiv. Zwei kleine Apparate werden mit weichen Gürteln an ihrem Bauch befestigt – ein Apparat nimmt den Herzschlag ihres Fötus auf, während der andere die Intensität und Dauer jeder einzelnen Wehe misst. Die Gürtel sind anhand von Kabeln mit dem Wehenschreiber verbunden und ihre Ergebnisse werden auch als blinkende Zahlen auf der Vorderseite der Maschine dargestellt. In den meisten Fällen ist eine externe Untersuchung nur zeitweise, wenn überhaupt, nötig. Es besteht auch kein Grund für Frauen auf ihr Bett beschränkt zu sein. Einige Krankenhäuser sind mit tragbaren Monitoren ausgestattet die an ihre Kleidung befestigt werden können.

Interne fötale Untersuchung wird häufig benutzt, wenn das Herzfrequenzverhalten ihres Babys schwierig zu messen ist oder wenn es eindeutige Hinweise auf einen fötalen Notfall gibt und das medizinische Personal permanent wissen muss was genau passiert. Der Wehenschreiber ist genauer als diejenige Messung die auf einem externen Monitor wiedergegeben wird. Eine kleine Elektrode wird dabei an den Kopf des Babys befestigt (oder an das Gesäß wenn das Baby eine Beckenendlage einnimmt, also mit den Füßen anstelle des Kopfes nach unten liegt) und ist mit dem Wehenschreiber verbunden. Diese Klemme kann nur angebracht werden wenn die Zervix sich um 2cm oder mehr gedehnt hat und die Fruchtblase geplatzt oder künstlich gerissen ist. Ein Gürtel um den Bauch hält den Druckwandler fest, der die Kontraktionen der Gebärmutter misst. Alternativ kann ein mit Flüssigkeit gefüllter Katheter in die Gebärmutter geführt werden um den Druck der Wehen beurteilen zu können.

Elektronische fötale Beobachtung wurde zunächst weitläufig und enthusiastisch angenommen als es in den 1970er erstmalig vorgestellt wurde. Es wurde in einigen Krankenhäusers routinemäßig, entweder periodisch oder fortlaufend für beinahe alle Frauen eingesetzt. Kürzlich geführte Studien haben jedoch gezeigt, dass die routinemäßige Benutzung während der Wehen das Auftreten unnötiger Eingriffe erhöht was mit einer fötalen Bedrängnis erklärt wird. Die Geburt des Babys wird bei einer normalen, unkompliziert verlaufenden Geburt dadurch nicht verbessert.


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