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Vaginale Geburt

 

In den Tagen und Wochen kurz vor der Geburt werden Sie sich wahrscheinlich ein wenig sorgen, zugleich aber auch Aufregung empfinden und Vorfreude auf das lang herbeigesehnte Ereignis „die Geburt“ versprühen und gespannt sein, wann der Zeitpunkt endlich da sein wird. Normalerweise setzen die Wehen zwischen der 37. und 42. Schwangerschaftswoche ein. Auch wenn der Auslöser dieses Prozesses nach wie vor ungeklärt ist, so ist man sich sicher, dass die Veränderung des Hormonhaushalts eine große Rolle bei der Einleitung der Wehen spielt. Die Fruchtblase beginnt zu platzen, was auch als „Wasser lassen“ bezeichnet wird. Je stärker die Wehen einsetzen, umso stärker werden Sie Kontraktionen der Gebärmutter spüren. Die Gebärmutter kann sich zudem zusammenziehen was dazu führt, dass ihr Baby in den Geburtskanal bewegt wird. Zeitgleich bewirken die Kontraktionen auch, dass sich ihr Muttermund vollständig öffnet oder zumindest um ca. 10 Zentimeter erweitert. Dies hilft dem Baby durch die Öffnung der Vagina hinaus zu kommen und das Licht der Welt zu erblicken.

Bei der natürlichen, vaginalen Geburt werden Sie die Geburt mit Hilfe eines Spiegels beobachten können und dabei als erstes den Kopf ihres Babys sehen. Sobald der Kopf vollständig aus der Vagina herausgetreten ist, wird die Geburtshelferin die Nase und den Mund des Neugeborenen absaugen und ihr Baby wird seinen ersten Atemzug machen. Ihr Baby benötigt keinen Klaps damit es anfängt zu atmen. Auch wird es nicht zwingenderweise schreien. Viele Neugeborene nehmen ihren ersten Atemzug leise ein.

Sobald der schwierigste Teil der Geburt somit vorüber ist wird, nach einer kurzen Pause, der letzte Stoß vorgenommen, der den Körper ihres Babys, der schmaler als sein Kopf ist, sanft in die wartenden Arme des Arztes gleiten lässt. Nach einer weiteren gründlichen Absaugung von Nase und Mund kann ihr Kind zu ihnen gereicht werden damit Sie es in den Armen halten und betrachten können.

Sie haben möglicherweise zuvor schon viele Bilder von Neugeborenen gesehen. Dennoch werden Sie sicherlich verblüfft sein, wenn Sie den ersten Blick auf ihr eigenes Baby werfen. Wenn es die Augen öffnet wird es Sie mit Neugier erblicken. Der Geburtsablauf kann ihr Baby sehr munter und zugänglich für  ihre Berührungen, ihre Stimme und ihre Wärme gemacht haben. Nutzen Sie diese Vorteile die ein aktives Neugeborenes ihnen während der ersten wenigen Stunden bietet. Streicheln Sie ihr Baby, reden Sie mit ihm und gucken Sie es sich genau an – das ist ihr Baby: etwas das Sie geschaffen haben.

Direkt nach der Geburt kann ihr Kind mit einer weißen, käsigen Schicht - auch Käseschmiere genannt - überzogen sein. Diese beschützende Schicht wird gegen Ende der Schwangerschaft von den Talgdrüsen in seiner Haut produziert. Ihr Baby wird auch nass sein von der amniotischen Flüssigkeit in ihrer Gebärmutter. Wenn bei Ihnen ein Dammschnitt (ein chirurgischer Eingriff) vorgenommen wurde oder Gewebe im vaginalen Bereich gerissen ist, kann es sein, dass auf der Haut ihres Babys etwas Blut von ihnen klebt. Seine Haut, besonders sein Gesicht, kann zudem sehr knitterig von der Feuchtigkeit und dem Druck der Geburt aussehen.

Die Form ihres Babys und seine Größe überraschen Sie möglicherweise, besonders wenn es sich um ihr erstes Kind handelt. Einerseits fällt es schwer zu glauben, dass ein menschliches Geschöpf so klein und zerbrechlich sein kann. Auf der anderen Seite ist es unglaublich, dass ein so „enormes“ Geschöpf in ihrem Körper war. Besonders die Größe seines Kopfes könnte Sie schockieren. Sie werden sich womöglich fragen, wie dieser Kopf auch nur annähernd durch den Geburtskanal gepasst haben kann. Die Antwort dazu liegt in seiner leicht länglichen Form. Der Kopf konnte sich den Konturen des Geburtskanals optimal anpassen, als er hindurchgedrückt wurde. Nun, nachdem er draußen ist, kann es einige Tage dauern bis er wieder seine normale, ovale Form einnimmt.

Die Haut ihres Babys kann zu Beginn auch leicht bläulich sein. Mit regelmäßiger Atmung wird sie jedoch rosiger werden. Die Hände und Füße ihres Babys werden abwechselnd kalt und warm sein. Dies wird auch einige Wochen so bleiben bis der Körper ihres Babys fähig ist sich an die Temperatur um ihn herum anzupassen und seinen Körper eigenständig zu regulieren. Vielleicht bemerken Sie auch, dass die Atmung ihres Neugeborenen unregelmäßig oder sehr schnell ist. Während Sie normalerweise zwischen 12 und 14 Atemzüge pro Minute nehmen, liegt die Anzahl der Atemzüge bei ihrem Neugeborenen zwischen 40 und 50 Atemzügen pro Minute. Ein gelegentlich auftretender tiefer Atemzug kann sich zudem mit kurzen, flachen Atemzügen und daran anschließenden Pausen abwechseln. Dies ist für die ersten Tage nach der Geburt ganz normal und sollte Sie daher nicht beunruhigen.

 

Weitere Informationen zum Thema Geburt:

 

 

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