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Occipito-Posteriore Kindslage

 

Wehen und Entbindung verlaufen schneller und unkompliziert wenn sich das Baby in einer occipito-anterioren Position befindet. Dies bedeutet, dass sich die Rückseite vom Kopf des Babys (der Hinterkopf oder Occiput) in Richtung zur Vorderseite der Mutter (anterior) befindet.

Wenn sich das Baby in einer occipito-posterioren Kindslage befindet zeigt sein Gesicht nach vorne und die Rückseite seines Kopfes drückt gegen den Rücken der Mutter (Kreuzbein), wobei die Wirbelsäule des Babys oben auf der Wirbelsäule der Mutter aufliegt. In dieser Position ist es für das Baby schwieriger seinen Hals und sein Kinn zu bewegen weil der knochige Bogen gegen das knochige Kreuzbein der Mutter drückt, was bedeutet, dass eine größere als die normale Proportion des Kopfes die Folge ist. Dies kann sich auf die Intensität der Wehen auswirken und zeigt sich oft darin, dass die Frau mehr Schmerzen und Unannehmlichkeiten erfährt, die sie meist in ihrem unteren Rücken verspürt. Dies ist der Grund, warum occipito-posteriore Positionen manchmal auch als Rückenschmerzen-Wehen bezeichnet werden.

Um den Druck von ihrem unteren Rückenbereich zu nehmen, sollten sie versuchen sich auf die Hände und Knie zu stützen oder sich mit beiden Beinen überkreuzt vor sich zu setzen und sich vorwärts zu lehnen oder ihr Becken zu bewegen. Alternativ kann auch eine kräftige Massage der schmerzenden Gegend hilfreich sein. Die beste Art ihr Baby zu Bewegungen seines Kopfes zu ermutigen, und somit um eine occipito-posteriore Kindslage zu vermeiden, ist, sich aufrecht hinzustellen und so lange beweglich wie nur möglich zu bleiben. Wenn sie sich hinlegen müssen sollten sie eine Position einnehmen die weitere innere Bewegungen ermöglichen (ihre Hebamme wird ihnen dabei helfen). Vermeiden sie es stets sich flach auf den Rücken zu legen, denn in dieser Position wird das gesamte Gewicht ihres Babys auf ihre Wirbelsäule und den unteren Rückenbereich drücken.

 

Drehen des Babys:

Über 10 Prozent der Babys befinden sich in einer posterioren (hinteren) Position wenn die Wehen einsetzen. Dies ist also keine ungewöhnliches Situation. In der Mehrzahl dieser Fälle tendieren die Babys dazu sich vor dem Ende der ersten Stufe selbst in eine anteriore (vordere) Position zu drehen. Die Wehen haben jedoch ausnahmslos einen langsameren Start und der Ablauf ist oft schmerzhafter und zieht sich länger hin was für die Mutter sehr anstrengend sein kann.

Wenn sich das Baby in der occipito-posterioren Kindslage befindet ist oft sowohl eine Epiduralanästhesie als auch eine weitere Vergrößerung während der Wehen nötig. Nicht überraschend sind mütterliche Erschöpfung und fötale Not dabei häufige Begleiterscheinungen.

Wenn es das Baby nicht schafft sich am Anfang der zweiten Stufe selbständig in eine anteriore Position zu bewegen, wird die Hebamme vermutlich vorschlagen ihre Epdiuralanästhesie zu erhöhen (um jeglichen Drang pressen zu wollen zu verhindern). Sie wird vermutlich ferner ihre Position verändern um das Baby zu weiteren Bewegungen zu animieren und sie für ungefähr eine Stunde ruhen zu lassen. Wenn sich das Baby danach immer noch hinten oder seitlich befindet wird es wahrscheinlich notwendig sein das Baby mit einer Geburtszange oder einer Saugglocke in die gewünschte occipito-anteriore Position zu bewegen um eine gute Entbindung zu gewährleisten. Wenn auch diese Maßnahmen nicht erfolgreich sind, stellt die einzig verbleibende Möglichkeit einer Entbindung nur noch der Notkaiserschnitt dar.

 

Weitere Ursachen für anhaltende Wehen:

 

 

 

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