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Syntocinon und Oxytocin

 
Oxytocin ist ein Hormon, das von der Hirnanhangdrüse produziert wird und Kontraktionen der Gebärmuttermuskeln bewirkt. Syntocinon, ein synthetisches Äquivalent zu Oxytocin, wird intravenös in eine Vene ihres Unterarms mittels Tropfs verabreicht. Syntocinon wird aus einem sterilen Beutel mit Flüssigkeit (in dem sich für gewöhnlich eine Mischung aus Salz- und Zuckerlösungen befinden) zugeführt, der an einen Tropfständer befestigt wird. Die Anfangsdosis ist immer niedrig und wird laufend erhöht bis erfolgreich Kontraktionen der Gebärmutter festgestellt werden, was normalerweise bei drei mäßigen bis starken Kontraktionen die alle 10 Minuten auftreten der Fall ist. Die Menge an Syntocinon bzw. Oxytocin die sie erhalten, wird vorsichtig von einer speziellen Maschine oder Infusionspumpe abgemessen. Eine Anpassung der Dosis nach oben oder unten, abhängig von dem Fortschritt ihrer Wehen und am wichtigsten, wie das Baby auf die Kontraktionen der Gebärmutter reagiert, ist dabei möglich.
 
Weil Kontraktionen der Gebärmutter, die durch Syntocinon bzw. Oxytocin verursacht werden, stark und plötzlich auftreten können ohne dass das Baby zuvor einer behutsameren Gebärmutteraktivität ausgesetzt ist, besteht ein höheres Risiko, dass das Baby in eine Notlage gerät. Dieses potentielle Problem tritt häufig erschwerend zu den eigentlichen Gründen hinzu, aufgrund derer eine Einleitung überhaupt vorgenommen wird.
 
Wenn das Baby zum Beispiel aufgrund geringer Größe zur Welt gebracht werden muss, können die Reserven schon niedriger sein als bei einem Baby, das normal herangewachsen ist und durch eine spontane Geburt zur Welt kommt. Aus diesem Grund werden sie, sobald die Syntocinon-Infusion begonnen hat, fortlaufend mit einem elektronischen Monitor überwacht.
 
Auch wenn es den Anschein erweckt das eine Einleitung, die mittels Syntocinon bzw. Oxytocin vorgenommen wird, oft in langen und schmerzhafteren Wehen endet, so sind die Wehen an sich tatsächlich nicht länger. Es gibt jedoch für die Wehen viel aufzuholen, damit der Punkt erreicht ist an dem der Muttermund bereit ist sich weiter zu öffnen. Die Kontraktionen können zudem schmerzhafter erscheinen weil sie zuvor keine abgestufte Steigerung der Gebärmutteraktivität erfahren haben die in der ruhenden Phase einer späten Geburt stattfinden. Aus diesem Grund schlagen Entbindungsstationen auch vor, bei einer Einleitung eine Epiduralanästhesie vorzunehmen. Für gewöhnlich wird eine Epiduralanästhesie dabei vor der Zuführung von Syntocinon bzw. Oxytocin vorgenommen.
 

Weitere Informationen rund um das Thema "Methoden zur Einleitung der Wehen": 


 

Weitere Informationen rund um das Thema "Einleitung von Wehen": 


 

 Weitere Informationen zum Thema "Geburt":



 
 

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