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Zu beachten bei Ernährung in der Schwangerschaft


Während der Schwangerschaft und besonders im ersten Drittel der Schwangerschaft sind Sie besonders anfällig für Infektionen, die sich durch Lebensmittel auch auf ihr Baby übertragen können. Indem Sie jedoch einfach Regeln befolgen, können Sie weiterhin Mahlzeiten kochen und essen, die nährstoffhaltig und komplett risikofrei für Sie und ihr Baby sind.

Bakterielle Giftstoffe, die in bestimmten Lebensmitteln vorkommen oder durch schlechte Zubereitung hervorgerufen werden können über die Plazenta von ihrem Blut auf das ihres Baby übergehen. Während der Schwangerschaft ist ihre natürliche Immunabwehr aufgrund der Stoffwechsel- und Kreislaufänderungen in ihrem Körper leicht geschwächt. Darum sollten Sie vorrangig das Risiko an Lebensmittelinfektionen zu erkranken, minimieren.




Kaufen Sie mit Bedacht ein:

Eine sichere Ernährung fängt im Supermarkt an. Wählen Sie Milchprodukte, Fleisch, Geflügel und Fisch immer mit dem längsten Mindesthaltbarkeitsdatum und versuchen Sie diese Produkte erst am Ende ihres Einkaufes zu besorgen, damit sie nicht all zu lange aus der Kühlung genommen sind. Essen Sie niemals abgelaufene Lebensmittel. Wenn Sie weitere Artikel beim Einkauf auswählen, sollten Sie nicht auf Produkte mit beschädigter Verpackung, wie verbeulte Konserven oder gerissene Plastikbeutel zurückgreifen, damit eine Erhaltung der Lebensmittel garantiert ist.


Soll ich organische Lebensmittel einkaufen?

Sie haben heutzutage immer mehr die Auswahl zwischen organischen und normalen Lebensmitteln. Organische Lebensmittel sind sehr beliebt, da viele Leute der Meinung sind, dass diese auch gesünder sind, da sie nicht mit chemischen Pestiziden und Herbiziden belastet wurden. Ihrer Ansicht nach sind diese Schmutzstoffe sowohl schädlich für die Umwelt, als auch bei anhäufendem Effekt dieser Chemikalien und anderer Schmutzstoffe – sowohl aus der Umwelt als auch rauchen und trinken – schädlich für ihren Körper.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass herkömmlich produzierte Lebensmittel unsicher sind: der Gebrauch von Chemikalien durch Bauern ist streng kontrolliert und Sie können ihre Aufnahme minimieren, indem Sie Obst und Gemüse immer gründlich waschen bevor Sie es essen. Letztlich ist die Frage, ob man auf organische Lebensmittel zurückgreifen möchte, eine persönliche Entscheidung. Sie sollten jedoch auch in Betracht ziehen, dass organische Lebensmittel teurer sind und nicht mehr Proteine, Nährstoffe oder Ballaststoffe enthalten müssen als herkömmliche Lebensmittel.


Gute Nahrungshygiene:

Wie Sie Nahrung am sichersten zubereiten sind Sie sich womöglich schon bewusst. Ihre Schwangerschaft ist jedoch ein guter Grund die Hygiene in der Küche nochmals zu überprüfen. Vergewissern Sie sich dass Sie folgendes immer beachten:

  • Entpacken und verstauen Sie gefrorenes und gekühltes Lebensmittel sobald Sie vom Einkaufen zurück kommen. Decken Sie kürzlich gekochte Essensreste zudem ab, stellen Sie es in den Kühlschrank oder frieren Sie es ein wenn es abgekühlt ist.
  • Bewahren Sie rohes und gekochtes Essen getrennt voneinander auf. Rohes Fleisch und Geflügel sollte abgedeckt werden und im untersten Fach im Kühlschrank gelagert werden, damit verhindert wird, dass ihre Flüssigkeit auf andere Lebensmittel tropft
  • Vermeiden Sie es Essen außerhalb des Kühlschranks aufzutauen
  • Frieren Sie keine aufgetauten Lebensmittel mehr ein
  • Waschen Sie ihre Hände, Küchenutensilien und Arbeitsfläche vor und nachdem Sie das Essen zubereiten
  • Benutzen Sie eine Fläche für die Zubereitung von rohem Fleisch und Geflügel und eine andere für die Zubereitung der anderen Lebensmittel
  • Kochen Sie Fleisch, Geflügel und Eier gut durch
  • Vergewissern Sie sich, dass aufgewärmtes Essen auch komplett heiß ist, aber erwärmen Sie Nahrung nicht mehr als einmal
  • Vermeiden Sie Honig und Milch die nicht pasteurisiert ist


Vermeiden Sie Infektionen:

In der Schwangerschaft gibt es bestimmte Nahrungsmittel die Sie vermeiden sollten um sich nicht dem Risiko einer Lebensmittelvergiftung auszusetzen. Die häufigsten Infektionen die durch verseuchtes Essen übertragen werden sind Listeriose und Sarmonellen: weniger geläufig ist die Toxoplasmose.


Listeriose

Das Bakterium welches Listeriose verursacht wird “Listeria Monocytogenes” genannt und kommt ist in der Umwelt weit verbreitet, besonders im Erdboden. Ein Drittel aller Fälle von Listeriose treten während der Schwangerschaft auf und ernste Fälle, die sehr selten sind, können zu einer Fehlgeburt, Totgeburt oder frühzeitigen Wehen, sowie zu Neugeborneninfektionen, wie Meningitis, führen. Möglichen Ursachen von Listeria und somit Nahrungsmittel die Sie vermeiden sollten beinhalten nicht pasteurisierte Kuhmilch und -Käse, schimmelgereifter Käse (wie Brie), Blauschimmelkäse (wie Stilton), nicht pasteurisierte Schaf- und Ziegenmilch und derartige Produkte, Pasteten aller Art, gekochtes Essen was abgekühlt ist und wiederaufgewärmt werden soll, fertig zubereiteter Krautsalat, Hot Dogs, noch nicht durchgekochtes Geflügel und roher Fisch, sowie ungekochte Schalentiere.


Salmonellen

Salmonellenbakterien sind abgehärtet und können auch leichtes kochen überstehen. Daher sollten potenzielle Quellen wie Eier und Geflügel stets gut durchgekocht sein, um alle Spuren einer Infektion zu zerstören. Es ist zudem sinnvoll während der Schwangerschaft rohe und ungekochte Eier und Nahrung die rohe Eier enthalten können, wie hausgemachte Mayonnaise, Mousse oder Eis zu vermeiden.


Toxoplasmose

Diese Infektion, verursacht durch den Organismus “Toxoplasma Gondii”, kann unter gewissen Umständen zu Hirnschäden oder Blindheit bei ihrem Baby führen. Das Risiko ist besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft erhöht. Der Organismus wird in den Fäkalien von Tieren, besonders Katzen, getragen, ist jedoch auch im Erdboden und in rohem oder noch nicht ausreichend gekochtem Fleisch und Geflügel zu finden. Darum sollten Sie sicher gehen, dass Sie jegliches Fleisch oder Geflügel auch ausreichend durchkochen: essen Sie somit z.B. nur Schweinefleisch, wenn dieses auch wirklich gut durch ist. Außerdem empfiehlt es sich jegliches Gemüse und Obst stets gründlich waschen; ihre Hände nach der Berührung mit Tieren zu waschen; Katzenklos zu vermeiden; Handschuhe zu tragen wenn Sie Gartenarbeit erledigen und sich die Hände zu waschen bevor Sie Essen zubereiten oder zu sich nehmen.


Weitere bedenkliche Bereiche:  

Neben der Nahrung, die eine potenzielle Gefahr für eine Infektion bieten kann und daher von Experten auch zur Vermeidung geraten wird, gibt es weitere Nahrungsmittel und Getränke die debattiert werden. Mit bedacht auf sich verändernde Ansichten in Bezug auf was sicher ist und möglicherweise verwirrenden Ratschläge von Freunden oder den Medien kann es schwierig sein zu wissen, was man essen und trinken kann und was nicht. Nachfolgend darum einige Antworten:


Darf ich Alkohol trinken:

Wenn Sie sich dafür während der Schwangerschaft Alkohol zu trinken, sollte dies in Maßen und mit gesundem Menschenverstand geschehen. Es gibt viele wissenschaftliche Untersuchungen die beweisen, dass täglicher oder schwerer Alkoholkonsum zu ernsthaften Komplikationen führen kann. Schon der mäßige Genuss alkoholischer Getränke – ein oder zwei Getränke am Tag oder gelegentliche Gelage – werden mit einem erhöhten Risiko an einer Fehlgeburt zu leiden, Komplikationen während der Geburt zu erfahren und niedrigem Geburtsgewicht in Verbindung gebracht. Schwangere Frauen die sich einem schwerem Alkoholmissbrauch aussetzen – 5 oder mehr alkoholische Getränke am Tag – setzen ihrem Baby dem Risiko aus unter einem Zustand, bekannt als fetales Alkoholsyndrom, zu leiden. Dieser Begriff umfasst eine weite Spanne an Geburtsfehlern wie Herzfehler, Lernschwierigkeiten, strukturelle Abnormalitäten im Gesicht und den Gliedmaßen, das Risiko von Wachstumsproblemen zu leiden oder sogar den Tod.

Auch wenn es wenig Nachweise gibt, dass gelegentliches trinken ihrem Baby schadet, empfehlen einige Experten, dass es die sicherste Alternative ist alkoholische Getränke vollständig während der Schwangerschaft zu vermeiden. Andere Gesundheitsversorger stimmen dem zu, zumindest für den Zeitraum der Empfängnis im ersten Drittel der Schwangerschaft wenn sich die Organe des Babys bilden. Wenn Sie sich für einen gelegentlichen Drink entscheiden, sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass dies ihrem Baby stets durch ihren Blutkreislauf zufließt. Beschränken Sie sich auf ein oder zwei alkoholische Getränke für höchstens ein bis zweimal die Woche, bevorzugt wenn Sie auch Nahrung zu sich nehmen, da Nahrung die Alkoholaufnahme reduziert. Im Rahmen dieser Richtlinien ist kein Alkohol besser als anderer: eine kleine Dose oder Flasche Bier, ein kleines Glas Wein oder eine kurze Spirituose enthalten alle in etwa die selbe Menge an Alkohol.


Denken Sie an Ihre Gesundheit:

Nahrung die Sie vermeiden sollten: Es kann verwirrend sein sich alles zu merken was man während der Schwangerschaft essen sollte und was nicht. Darum stellen wir ihnen nachfolgend eine Liste mit der Nahrung zusammen, die Sie vermeiden sollten:

  • Jegliche nicht pasteurisierte Milch und Käse, sowie Fetakäse, Schimmelkäse wie Brie und Camembert, Blauschimmelkäse wie Stilton und Danablu, selbst wenn sie pasteurisiert sind
  • Schaf- und Ziegenmilch und ihre Produkte
  • Jegliche Pasteten, egal ob Fleisch, Fisch oder Gemüse 
  • Gekochtes und nun abgekühltes Essen sowie vorgekochtes Geflügel, das nicht sicher wieder erwärmt werden kann
  • Rohe oder ungekochte Eier oder Produkte die diese enthalten wie einige Nachspeisen und hausgemachte Mayonnaise oder Sauce Hollandaise
  • Rohe Fleischgerichte wie Steak Tartare oder Parmaschinken
  • Roher Fisch, inklusive Sushi
  • Rohe oder nicht gare Schalentiere wie Austern, Muscheln, kalte Garnelen und Krabben


Ist Koffeinkonsum erlaubt?

Der Konsum von Koffein in hohen Mengen – über 390 mg pro Tag – reduziert die Aufnahme einiger wesentlicher Nährstoffe und erhöht das Risiko von niedrigem Geburtsgewicht und Fehlgeburt. Eine durchschnittliche Tasse Kaffee enthält 75 bis 150 mg Koffein. Der Genuss von ein bis zwei Tassen Kaffee während der Schwangerschaft ist somit für gewöhnlich in Ordnung – aber behalten Sie stets im Hinterkopf, dass dies für eine durchschnittliche Tasse Kaffee gilt, und nicht für die großen Kaffeetassen die Sie in einigen Cafés erhalten. Mahcen Sie sich auch bewusst, dass Koffein auch in Tee, Cola, Energiegetränken, Kakao und Schokolade vorkommt.


Muss ich meine Salzzufuhr einschränken?

Ein Anschwellen der Füße oder der Knöchel (Gewebewassersucht) tritt in der Schwangerschaft häufig als Folge von Wassereinlagerungen auf und wird durch hormonelle Abläufe verursacht. Zudem steigern Schwangerschaftshormone die Menge an Natrium, das Sie mit ihrem Urin verlieren. Daher sollten Sie nicht zu viel Salz zu sich nehmen, die Aufnahme jedoch auch nicht einschränken.


Sind Fisch und Schaltentiere sicher?

Fisch ist ein guter Nährstofflieferant und Sie sollten daher zumindest zwei Portionen Fisch pro Woche essen, wovon einer davon ölig sein sollte. Rohen Fisch und ungekochte Schaltentiere sollten Sie jedoch aus ihrem Ernährungsplan streichen. Zudem sollten Sie Schwertfisch, Hai und Speerfisch meiden und den Konsum von Thunfisch auf ein frisches Steak oder zwei mittelgroße Konserven pro Woche einschränken, denn diese können hohe Spuren an Methylquecksilber, einer Chemikalie, die die Entwicklung des Nervensystems ihres Babys schädigen kann, enthalten.


Kann mein Baby durch Nüsse eine Allergie entwickeln?

In jüngster Zeit gab es Hinweise, dass, wenn Frauen Erdnussprodukte während der Schwangerschaft zu sich nehmen, ihr Baby empfänglicher dafür ist eine Erdnussallergie zu entwickeln. Aus diesem Grund wird Frauen die an Lebensmittelallergien leider oder in deren Familiengeschichte Lebensmittelallergien auftreten angeraten, Nüsse und Erdnüsse während der Schwangerschaft und der Stillzeit zu vermeiden. Für Frauen ohne diese geschichtlichen Hintergründe gibt es jedoch keinen Grund Nüsse oder Erdnüsse aus ihrem Ernährungsplan zu streichen.






Weitere Informationen rund um das Thema "Ernährung in der Schwangerschaft":


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