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Gesundheit in der Schwangerschaft

Foto einer Schwangeren im Schneidersitz

Nahezu alles was Schwangere während Schwangerschaft verzehren oder einatmen, wird an den Fötus weitergegeben. Dieser Prozess beginnt, sobald man schwanger wird. Genau betrachtet ist der Embryo während der ersten zwei Monate am verwundbarsten, da sich in dieser Zeit die größeren Körperteile (Arme, Beine, Hände, Füße, Leber, Herz, Genitalien, Augen, und Gehirn) zu bilden beginnen. Chemische Substanzen wie jene in Zigaretten, Alkohol, Drogen und gewissen Medikamenten können den Entwicklungsprozess und die spätere Entwicklung des Babys stören, und einige können sogar angeborene Abnormalitäten verursachen.

Wenn Schwangere beispielsweise während der Schwangerschaft Zigaretten rauchen, kann sich das Geburtsgewicht ihrer Babys deutlich vermindern. Sogar das inhalieren des Rauchs von den Zigaretten anderer (passives Rauchen) kann sich negativ auf das ungeborene Baby auswirken. Schwangere sollten daher unbedingt Raucherzonen meiden und Raucher bitten nicht in ihrer Nähe zu rauchen. Wenn eine werdende Mutter geraucht hat bevor sie schwanger geworden ist, ist dies nun die Zeit damit aufzuhören – am Besten nicht nur bis zur Geburt, sondern zumindest bis das Kind aus dem Haus ist.

Kinder, die in einem Haus aufwachsen, in dem ein Elternteil raucht, haben deutlich mehr Ohreninfektionen und mehr Atemprobleme während des Säuglingsalters und der Frühkindheit. Sie haben öfter Halsweh, sie husten und atmen pfeifender, haben es schwerer über Erkältungen hinweg zu kommen und sind anfälliger für Heiserkeit. Darüber hinaus hat sich in wissenschaftlichen Studien herausgestellt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sie später einmal selber rauchen werden weit höher ist.


Babyburg.de empfiehlt:

Die Empfehlung der Babyburg ist eindeutig: Bitte nicht rauchen während der Schwangerschaft! Viele Studien belegen, dass sich Geburtsgewicht und Wachstum eines Kindes während des ersten Jahres des Lebens stark reduzieren können, wenn eine Frau während der Schwangerschaft raucht. Die Spanne unbestreitbarer negativer Wirkungen des Rauchens reicht von flacher Atmung während Fötuslebens bis hin zu Krebs, Atmungsstörung und Herzkrankheit in späteren Jahren.

Falls eine Frau raucht, sollte sie während der Schwangerschaft um der Gesundheit ihres Kindes wegen unbedingt damit aufhören. Falls sie es nicht schaffen sollte aufzuhören, sollte sie zumindest nicht in der Nähe von Babys oder Kindern rauchen, erst recht nicht in geschlossenen Räumen. Kinder von Eltern, die rauchen, haben öfter Atmungsinfektionen, Bronchitis, Lungenentzündungen und reduzierte Lungenfunktionen als Kinder von Nichtrauchern.

Die Babyburg unterstützt daher Regelungen, die es verbieten, an öffentlichen, stark von Kindern frequentierten Orten zu rauchen.


Ebenso besorgend ist Alkoholkonsum. Alkohol-Konsum während Schwangerschaft vergrößert die Wahrscheinlichkeit einer Früh- oder gar Fehlgeburt erheblich und kann zu einem Fötusalkoholsyndrom (FAS) führen, welches Geburtsfehler und unterdurchschnittliche Intelligenz bedingt. Ein Baby mit Fötusalkoholsyndrom kann Herzdefekte, missgebildete Glieder (z. B. Klumpfuß), eine krumme Wirbelsäule, einen kleinen Kopf, abnorme Gesichtsmerkmale, ein kleine Körpergröße oder ein zu geringes Geburtsgewicht haben. Darüber hinaus ist das Fötus-Alkoholsyndrom auch die Hauptursache für geistige Zurückgebliebenheit von Neugeborenen.

Obwohl keiner genau sagen kann welche Menge Alkohol schädlich für eine schwangere Frau ist, belegen medizinische Studien, dass das Risiko für den Fötus überproportional steigt, je mehr getrunken wird. Es ist somit definitiv am sichersten und unbedingt ratsam, während Schwangerschaft komplett auf alkoholische Getränke zu verzichten.


Babyburg.de empfiehlt:

Der Konsum von Alkohol während der Schwangerschaft ist eine der führenden vermeidbaren Ursachen für Geburtsfehler, geistiger Zurückgebliebenheit und anderer Entwicklungsstörungen bei Neugeborenen. Es gibt keine bekannte ungefährliche Menge für Alkoholkonsum während Schwangerschaft. Daher empfiehlt die Babyburg, dass Frauen die schwanger sind oder planen schwanger zu werden, auf jeglichen Alkoholkonsum egal welcher Art verzichten!


 

Ähnlich verhält es sich in Bezug auf Medikamente. Jegliche Medikamente und Präparate, außer jenen deren Einnahme der eigene Arzt speziell für die Schwangerschaft empfohlen hat, sollten vermieden werden. Dies schließt nicht nur rezeptpflichtige Medikamente, sondern auch frei erhältliche Produkte wie Aspirin, Husten Medikamente oder Antihistamine ein, die eventuell auch schon vor der Schwangerschaft konsumiert wurden. Sogar Vitamine können gefährlich sein, wenn sie in hohen Dosen eingenommen werden. (Es hat sich beispielsweise herausgestellt, dass übermäßige Mengen von Vitamin A angeborene Abnormalitäten verursachen können). Vor der Einnahme von Medikamenten oder Ergänzungsprodukten - auch bei Homöopathischen Mittel - sollte also während der Schwangerschaft unbedingt ein Arzt konsultiert und befragt werden.

Auch Koffein sollte während einer Schwangerschaft nur stark eingeschränkt konsumiert werden. Während minimalem Koffeinkonsum (eine Tasse koffeinhaltiger Kaffee pro Tag) noch keine schädlichen Wirkungen nachgewiesen werden konnten, zeigen jüngste Studien, dass sich große Mengen von Koffein während Schwangerschaft durchaus negativ auf das Fötuswachstum auswirken können. Darüber hinaus kann Koffein unter Umständen nicht nur wach, sondern auch unruhig oder gar reizbar machen, was gewisse Stress-Situationen während der Schwangerschaft erschweren kann.

Bild einer Schwangeren beim ArztEine weitere Ursache für angeborene Abnormalitäten sind Krankheiten während der Schwangerschaft. Gegen folgende Krankheiten sollte daher rechtzeitig Vorsorge getroffen werden:

Röteln können geistige Zurückgebliebenheit, Herzabnormalitäten, Linsentrübungen und Taubheit verursachen. Glücklicherweise kann Röteln inzwischen durch Impfungen vorgebeugt werden, allerdings darf während der Schwangerschaft nicht gegen Röteln geimpft werden!

Die Mehrzahl erwachsener Frauen ist bereits immun gegen Röteln, weil sie während Kindheit die Krankheit hatten oder schon dagegen geimpft worden sind. Sollte die werdende Mama nicht sicher sein ob sie immun ist, ist ein Bluttest zu empfehlen der Klarheit verschafft. In dem unwahrscheinlichen Fall, das der Test keine Immunität belegt, ist es ratsam besonders während der ersten drei Monate der Schwangerschaft kranke Kinder zu meiden. Eine Impfung nach der Geburt ist dann durchaus empfehlenswert, um die gleiche Besorgnis in Zukunft bei eventuell folgenden Schwangerschaften zu vermeiden.

Windpocken sind besonders gefährlich, wenn sie kurz vor der Geburt eintreten. Falls eine Schwangere noch keine Windpocken hatte, sollte sie Personen meiden, die Windpocken haben oder kürzlich der Krankheit ausgesetzt waren. Auch hier ist eine Impfung nach der Geburt bei Nicht-Schwangerschaft ratsam.

Toxoplasmose ist besonders für Katzenbesitzer eine Gefahr. Diese Krankheit wird gewöhnlich von einer parasitären Infektion in Katzen verursacht, aber sie wird auch in ungekochtem Fleisch und Fisch gefunden. Das infizierte Tier scheidet eine Form des Parasiten in seinem Kot aus, und Personen die in Kontakt zu infiziertem Kot kommen können sich anstecken.

Falls die werdenden Eltern eine Katze besitzen, sollte diese so früh wie möglich während der Schwangerschaft - am besten sogar vorher – auf Toxoplasmose untersucht werden. Die Chance, dass die eigene Katze Toxoplasmose bekommt kann vermindert werden, indem sie ausschließlich kommerziell vorbereitetes Katzen-Futter bekommt, das in einer Weise bearbeitet wurde, die die Parasiten zerstört. Um auch das eigene Infektionsrisiko zu mindern, könnte das Katzenstreu beispielsweise täglich von jemandem gereinigt werden der nicht schwanger ist. (Toxoplasmose-Parasiten können Menschen bis achtundvierzig Stunden nach der Ausscheidung durch die Katze nicht infizieren). Drüber hinaus sollten selbstverständlich die Hände nach jedem Kontakt mit Katzenstreu gründlich gewaschen werden. Wie zuvor erwähnt, wird Toxoplasmose allerdings auch in ungekochtem Fleisch und Fisch gefunden, weshalb der Verzehr von rohem Fleisch bzw. Fisch vermieden werden sollte bzw. auch hier die Hände nach jedem Kontakt mit rohen Fleischwaren gründlich gewaschen werden sollten.


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